Fest der Erscheinung des Herrn - Kgl. MGV Marienchor Eupen

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Fest der Erscheinung des Herrn

Archiv > 2005-2020 > 2019
An der großen Krippe
im ehemaligen Franziskanerkloster Garnstock
Sonntag, 6. Januar 2019 - 8.15 Uhr
Der Garnstock und seine Krippe standen über viele Jahre für Weihnachten mit dem Marienchor – bis zuletzt im Jahr 1999. Im  Garnstock hat der Chor über lange Jahre die  Christmette musikalisch verschönert, zunächst um 4 Uhr morgens, ab 1972 dann zur mitternächtlichen Stunde.  Willy Mommer jr. ließ gerne nach dem Ende der Feier und dem obligatorischen Stille Nacht noch Schuberts Abendrot intonieren. Für jene, die es erlebten, gehörte dies zu den ganz besonderen Momenten des Weihnachtsfestes.
__________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Der älteste weihnachtliche Termin galt der Erfüllung der ureigensten Aufgabe des Chores, die des Kirchenchores an  der Klosterkirche. Am ersten Weihnachtstag erlebte eine immer bis auf den letzten Platz gefüllte Marienkirche so den Lobgesang.
Dazu schreibt der Eupener Autor Freddy Derwahl:
"Unvergessen bleibt die mitternächtliche Christmette, die der Marienchor Jahrzehnte lang zu einem besonderen Erlebnis gestaltete: noch bis zum Tod von Willy Brüll wartete eine Menschenschlange ab 23 Uhr in der Kälte auf Einlass; in einer Zeit abstürzender Kirchenbesuche ein Phänomen besonderer Art...."
Bis 1999, dem Jahr vor seinem Tod, hat Willy Brüll im Kloster Garnstock die Mitternachtsmesse gefeiert. Es war ein Großereignis. Bereits eine Stunde vorher standen die Menschen in der Kälte Schlange. Wenn die Glocken schlugen, gab es in der ehemaligen Franziskaner-Kirche nicht einmal mehr  einen Stehplatz. Die Gläubigen kamen aus Eupen, Baelen und den umliegenden Höfen. Doch waren es nicht nur Gläubige, sondern auch Besucher, die sonst dem Gottesdienst fern blieben, sich jedoch vom Zauber dieser Nacht angezogen fühlten. Die große Krippe und der Gesang des Marienchores: es war ein starkes Ereignis."
© Freddy Derwahl, GrenzEcho, 24. Dezember 2013, Seite 3

______________________________________________________________________________________________________________________________________________
Chorleiter Heinz Piront begann mit dem musikalischen Morgenlob auf der Empore der ehemaligen Klosterkirche seinen letzten "Arbeitstag". Den Chor verbindet eine bewegte Verbundenheit zum (mittlerweile) ehemaligen Franziskanerkolleg am Garnstock: durch Wind und Wetter, Hagel, Nebel und Schneetreiben zogen sie an den den westlichen Stadtrand, mit ihnen zahllose Gläubige aus dem nahen und fernen Umland, um zunächst in den frühen Morgenstunden und später um Mitternacht zum Fest der Geburt Christi in einer feierlichen Christmette zu singen.

Der seit 1998 aus dem Ameler Hochland angereiste Chorleiter Heinz Piront dürfte dieses Ereignis zum Jahresbeginn wohl in besonderer Erinnerung behalten. Zum Abschluss des Gottesdienstes  nutzte Hans Händler von der Garnstock-Gebetsgemeinschaft die Gelegenheit, Heinz Piront Dank auszusprechen. Als symbolisches äußeres Zeichen überreichte er dem Chorleiter ein kleines Andenken an 21 Jahre "gute und enge Beziehung".
_________________________________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________________________________________________________________
Weitere Infos
Zurück zur Startseite
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü